Suche nach Perspektive

Begonnen von paint, 15 Februar 2025, 18:33:19

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paint

Hallo,
erstmal vielen Dank für das Lesen. Ich bin mir nicht sicher, ob das hier etwas bringt, aber probieren kostet nichts. Dies ist tatsächlich das erste Mal, dass ich meine Probleme ungeschönt anderen Menschen offenbare.
Ich entschuldige mich bereits im Voraus für das Ausmaß des geschriebenen, aber da das ganze sich seit über 30 Jahren durch mein Leben zieht, wird es wohl etwas länger werden.

Ich bin 44 Jahre alt, Akademiker mit zwei ordentlichen Jobs und komme somit finanziell ganz gut durch das Leben.
Ich bin schlank, sehe eigentlich ganz gut aus, bin intelligent (laut Ärzten sogar hochintelligent), habe keine Enstellungen oder Behinderungen und sollte eigentlich ein zufriedenes Leben führen.
Ich bin kinderloser Single, war aber bis vor einem halben Jahr in einer 15-jährigen Ehe, die leider vollkommen unerwartet endete (sie hatte eben noch einen anderen und wollte sich neu finden).

Ich leide seit 33 Jahren unter Depressionen die auf ein Erlebnis in meiner späten Kindheit zurückgehen. Ich wurde damals unfreiwillig Zeuge davon, wie ein junges Mädchen durch einen Erwachsenen niedergeschlagen (oder mehr) und in dessen Kofferraum verfrachtet wurde. Leider war ich nicht in der Lage etwas zu tun, war wie versteinert und in der Situation gefangen, und die späteren Drohungen des Täters (er hatte gesehen, dass ich das ganze beobachtet habe und hat mir später aufgelauert) haben mir damals Angst gemacht. Ich habe das ganze nach einer Woche per (anonymem) Briefeinwurf bei der lokalen Polizei gemeldet, aber leider trotz zahlreicher Versuche in den letzten Jahrzehnten nie herausgefunden, was mit dem Mädchen geschehen ist.

Im Anschluss an dieses Ereignis hat sich mein Leben leider vollständig verändert. Innerhalb weniger Wochen endeten sämtliche sozialen Kontakte, da ich mich von allen Menschen außerhalb meines familiären Umfelds zurückgezogen habe. Zudem wurde aus einem noch recht kindlichen und vollkommen normalem 12 Jahre alten Jungen ein stiller, zurückhaltender Erwachsener im Kinderkörper. Ich habe meine Jugend nahezu vollständig ausgelassen und die Erfahrungen, welche man in dieser Zeit machen sollte (Freunde, Partys, die Fühler ausstrecken, erste Liebe, usw.) leider versäumt. In dieser Zeit lernte ich in Perfektion anderen vorzuspielen, das bei mir alles super ist, weshalb auch meine Familie bis heute nichts von meinen Problemen ahnt. Abgesehen von meiner Ex-Frau und einer Ex-Freundin, welche beide zumindest ein wenig über diese Phase meines Lebens wussten, denken bis heute alle Menschen, dass ich ein glücklicher, etwas verrückter Mensch bin, der mit seinem Leben zufrieden und meist gut gelaunt ist.

Im Alter von 15 Jahren habe ich zum ersten Mal versucht, meinem Leben ein Ende zu setzen. Da ich nicht wollte, dass meine Familie sich Vorwürfe macht, war mir sehr daran gelegen, alles nach einem Unfall aussehen zu lassen. Ich entschied mich für einen Sprung in die Tiefe, überlebte überaschenderweise, da ein Baum meinen Fall stark bremste mit einigen Blessuren und konnte das ganze erfolgreich als Kletterunfall tarnen. In den nächsten Jahren stellte ich explizite Suizidversuche ein und riskierte es nur noch zu sterben (Tempo 200 auf dem steilen Feldweg, betrunken auf Brückengeländern balancieren und ähnlichen Blödsinn).

Erst im Laufe des Studiums habe ich die Sache so weit hinter mir gelassen, um mein Leben wieder etwas gestalten zu können und mich anderen ein wenig zu öffnen. Das Wochenende fand nach über 10 Jahren auch mal wieder außerhalb der eigenen vier Wände statt aber so richtig hat das Leben nicht funktioniert. Ich konnte weiterhin mein Mißtrauen gegenüber anderen Menschen nicht ablegen. Später bin ich dann trotz aller Bedenken eine Beziehung eingegangen (bis dahin hatte ich nur Spaßbeziehungen ohne Bindung) und es endete leider nach 1.5 Jahren im Desaster. Meine damalige Beziehung lief eigentlich richtig gut. Wir hatten nach einem Jahr konkrete Zukunftspläne gemacht und wollten im nächsten Sommer heiraten und uns den Traum einer eigenen Familie wahrmachen (was für mich ein wunderschöner Gedanke war). Leider hat meine damalige Partnerin sehr gerne gefeiert und dabei zu viel getrunken. Irgendwann ist sie sturzbetrunken mit einem gemeinsamen Bekannten im Bett gelandet (ich war nicht feiern weil ich für die letzten Klausuren lernen musste) und das war natürlich das Ende, trotz aller Liebesbeteuerungen von ihr.

Im Anschluss an diese Sache kam es für mich zum ersten wirklichen Zusammenbruch. Ich beendete zwar mein Studium erfolgreich, zog in eine neue Wohnung und fand auch einen Job (den ich bis heute habe) aber trotzdem rutschte ich in eine, für mich bis dato unbekannt schmerzhafte, depressive Phase. Für das kommende Silvester hatte ich deshalb beschlossen, alles zu beenden.
Ich betrank mich, nahm verschiedenste Drogen und schaute mir weinend das Feuerwerk an während ich eine ganze Packung Schlaftabletten zu mir nahm. Am nächsten Nachmittag wachte ich in meinem, mit Erbrochenen und Blut bedeckten Flur auf. Ich nahm das ganze als Zeichen, doch noch einmal weiterzumachen und setzte mir Ziele, welche ich verpflichtend verfolgen würde.

Ich nahm mir vor mein Leben zu verändern, anders zu handeln, anders zu denken, mich zu öffnen und anderen einen Vertrauensvorschuss zu gewähren. Zudem setzte ich mir als Fernziel die Gründung einer eigenen Familie (schon länger war das mein absoluter Herzenswunsch), weil ich davon überzeugt war, ein sehr guter Vater zu werden und darin wirklich einen zentralen Sinn unserer menschlichen Existenz sehe. Ich fand die Kontrolle über mein Leben wieder, verfolgte meine Ziele und erreichte wirklich sehr viel.

Nach einem guten halben Jahr lernte ich meine spätere Frau kennen und das Leben schien endlich zu funktionieren. Wir waren uns von Anfang an über die Ausrichtung unseres Lebens (einfach ein spießiges, normales, gutes Leben mit Haus im Grünen und Kindern) einig, führten eine sehr harmonische und enge Beziehung und arbeiteten gemeinsam auf unsere Ziele zu. Im Nachhinein muss ich sagen, dass meine Ex-Frau mich leider über 15 Jahre bei dem mir wo wichtigen Thema Familienplanung hingehalten hat. Am Ende sagte sie mir nach 13 Jahren, doch keine Kinder zu wollen, weil sie eine solche Verantwortung doch lieber nicht übernehmen wolle und die Welt auch viel zu schlecht wäre, um Kinder hineinzusetzen. Ich war natürlich schockiert, aber aus Liebe zu ihr, war ich bereit auf meinen Traum zu verzichten. Wir machten also weiter, alles lief gut und zwei Jahre später war die Ehe dann von einem Tag auf den anderen vorbei, weil Sie jemand neuen kennengelernt hatte und sich neu finden wollte.

Dies ist jetzt 8 Monate her und ich trauere der Beziehung nicht nach (und bin meine Ex auch nicht böse). Solche Dinge geschehen eben.

Leider sehe ich für mich aber keine Perspektiven mehr mein Leben zu führen. Ich habe die letzten Monate lange darüber nachgedacht, was ich wirklich im Leben brauche um weiterzumachen. Dabei stellte ich schnell fest, dass langfristig ein Leben ohne Partner für mich genauso undenkbar ist, wie ein Leben ohne eigene Familie. Da ich aber schon 45 Jahre alt und zudem ein Realist bin, ist es mir klar, dass es sehr unwahrscheinlich ist, diese Utopie jetzt noch zur Realität zu machen.

Nach Silvester beschloss ich deshalb, den kommenden Sommer mitzunehmen und danach, sofern sich nichts ändert, nicht mehr weiterleben zu wollen. Ich habe mein Testament gemacht, Rücklagen für meine Beerdigung gebildet, Verträge gekündigt, Dinge die ich nicht mehr benötige verkauft. Ich gehe nur noch zwei Tage die Woche arbeiten, weil das für mich finanziell ausreicht, habe meinen sehr lukrativen Zweitjob beendet, denke nicht mehr an meine Gesundheit und tue allgemein nur noch was ich tun will. Ich fühle mich befreit, zu wissen, dass der tägliche Schmerz der letzten 30 Jahre bald zu Ende ist und mir geht es seit diesem Entschluss wirklich überraschend gut. Doch das ganze jagt mir natürlich auch Angst ein, denn wie jeder andere habe auch ich Angst davor zu sterben (stellt euch mal vor man wird am Ende als AFD-Politiker wiedergeboren, furchtbar).
Ich habe mich dazu entschlossen, keine Kompromisse mehr einzugehen. Ich will mein Leben oder keines. Ich will das bisschen Normalität dass ich mir wünsche, denn Normalität habe ich leider nur selten genießen können. Ich werde nicht mehr auf die Dinge verzichten, welche mir wichtig sind.

Ich schreibe dies hier, um vielleicht eine neue Perspektive zu finden. Das was in sieben Monaten auf mich zukommt macht mir eine Riesenangst, obwohl ich es auch freudig begrüße, dass es dann endlich zu Ende geht und der immer präsente Schmerz endet.

Nochmal vielen Dank fürs Lesen :)

Hardworking Fool

Hallo Autor paint!

Danke, dass du deine Geschichte hier geteilt hast. Ich hoffe es ist okay, dass ich ein paar Dinge dazu sage.

Zum einen scheint mir, dass du einiges erreicht hast in deinem Leben worauf du stolz sein könntest, alleine schon 15 Jahre mit jemandem zusammenzuleben ist keine geringe Leistung, und zum anderen scheint mir, dass du eine Resource hast mit der du arbeiten kannst, deinen Humor. Und ja, die Vorstellung als AfD-Politiker wiedergeboren zu werden wäre für mich auch schrecklich. Dann schon lieber Regenwurm.

Mit 45 noch eine Familie zu gründen ist natürlich nicht ganz einfach, aber vielleicht gäbe es ja auch andere Möglichkeiten einen Sinn für dein Leben zu finden?

Ist zwar vielleicht nicht realistisch, aber irgendwie hatte ich beim Lesen deines Posts immer wieder den Gedanken SOS-Kinderdorf im Hinterkopf. Aber vielleicht könntest du ja auch viel kleiner anfangen, z.B. ehrenamtliche Hausaufgabenbetreuung, Vorlesepate usw. Irgendwie glaube ich, dass es dir gut tun würde etwas für andere zu tun. Vielleicht schließe ich aber auch nur mal wieder von mir auf andere, fühle dich also bitte zu nichts verpflichtet.

Und was die Suizidgedanken anbelangt. Es steht ja nirgends geschrieben, dass du es im Sommer tun musst. Manchmal hilft so ein Aufschub ja, und wenn es nur 24 Stunden sind.

Zum Schluss natürlich noch die beinahe obligatorische Frage: Bist du in Behandlung wegen deiner Depression? Auch eine Therapie kann einem Leben wieder einen Sinn geben - jedenfalls war es bei mir so. Ich fand es einfach spannend mehr über mich zu erfahren.

Alles Gute dir! Vielleicht meldest du dich ja mal wieder.

Fool

Ponyhof

Hallo @paint

ich dachte ich lasse dich wissen, dass ich es gelesen habe.
Ich bin kein Fan von Sprüchen a la "Du musst positiv denken" daher lasse ich davon die Finger.
Ich melde mich, falls mir etwas sinnvolleres als leeres Gequatsche einfällt. Bis dahin : Du wirst hier gelesen. 😉

Liebe Grüße
Ponyhof

Paint

@Hardworking Fool

Sicher könnte ich auf das ein oder andere stolz sein, alleine die ganze Zeit mit den Problemen zu leben und trotzdem zu funktionieren war nicht einfach, aber im Endeffekt stehe ich jetzt an der gleichen Stelle, an der ich auch vor über 15 Jahren stand. Ich habe nichts gewonnen, nichts verändert, nichts erreicht (Wohlstand und Materielles spielt für mich keine große Rolle) und werde Stand aktuell auch keinerlei Spuren hinterlassen. Ich habe meine wertvollste Zeit weggeworfen, nachdem ich zuvor bereits 15 Jahre meines Lebens unfreiwillig verloren habe. Und auf meine Ehe bin ich nicht stolz. Daran festzuhalten war die größte Fehlentscheidung meines Lebens und diese Ehe hat mich am Ende wahrscheinlich meine Träume und indirekt vielleicht mein Leben gekostet.

Ich hatte tatsächlich mal darüber nachgedacht nebenbei ehrenamtlich mit Kindern zu arbeiten, aber das ist einfach nicht das gleiche. Ich bin mit vielen Geschwistern aufgewachsen und weiß damit um den Halt aber auch um die Freude und Erfüllung die einem ein solches Leben geben kann (und natürlich kenne ich auch den Stress). Irgendwie bin ich da so ganz konträr zu den Geschlechterklischees unterwegs, normalerweise ist der unerfüllte Kinderwunsch ja eher ein großes Problem für Frauen, muss aber sagen an diesem Punkt sehe ich keine Alternative. Ich will das einfach und jeder Idiot bekommt das schließlich hin. Der einzige Trost an dieser Front sind zur Zeit meine vier Neffen mit denen ich sehr viel Zeit verbringe und die mich vergöttern, aber auch das ist nicht vergleichbar.

Ich schiebe meine Suizidgedanken ja aktuell schon jeden Tag zur Seite mit dem selbstgegebenen Versprechen den Sommer erleben zu wollen und der Hoffnung auf Besserung. Und glaub mir, das ist jeden Abend ein Kampf gegen den Gedanken die Tabletten einfach einzuschmeißen und sich hinzulegen. Aber noch glaube ich an eine Chance, auch wenn sie klein ist und jeden Tag eben etwas kleiner wird.

Ich habe mehrere ärtzliche Behandlungen über die letzten 30 Jahre durch, die letzte Therapeutin die sich versucht hat war bis vor ein paar Monaten aktiv. Das Ergebnis ist am Ende aber immer das gleiche.
Erst werden wahllos Medikamente durchprobiert, die für meinen Geschmack alle zu viele Nebenwirkungen haben und zudem das eigene Wesen bis zur Unkenntlichkeit verstümmeln (von einem selbst bleibt ja wirklich nicht viel übrig wenn man dauerhaft auf den Medis ist) und danach gibts ein stationäres Therapieangebot am Arsch der Welt. Das habe ich einmal gemacht und für mich entschieden, dass ich nicht nochmal vier Wochen mit Junkies, Alkoholikern und Gewalttätern verbringe. Insofern bin ich in keiner Behandlung mehr und habe auch nicht vor das zu ändern. Auf Wartelisten für eine normale Gesprächstherapie war ich immer wieder über Jahre, aber da hat sich nie etwas getan. Das muss ich selbst hinbekommen, Ärzte werden mir nicht helfen.

Alles irgenwie scheiße und im Gegensatz zu früheren Zeiten, die auch schwer waren, habe ich dieses Mal einfach das Gefühl, diesen Kampf nicht zu gewinnen. Aber ein Kompromiss erscheint mir, selbst wenn es mich mein Leben kostet, dieses Mal als keine Option. Da würde ich nichts gewinnen und sind wir ehrlich, ein Leben das sich jeden Tag nach einer Beerdigung anfühlt (ohne zu übertreiben, das ist meine Stimmung seit 8 Monaten) ist es nicht wert gelebt zu werden.

Trotzdem vielen Dank fürs Lesen und auch für die Ratschläge :)

Ich will hier nicht beratungsresistent rüberkommen und bin wirklich dankbar für jeden Ratschlag. Ist eine ungewohnte Sache über dieses Thema so offen zu schreiben. Hätte ich vielleicht mal früher probieren sollen.

Ponyhof

Also, wenn Du die Fraktion "harte Realität" bist @Pain dann probieren wirs doch mal damit.

Du bist einsam.
Dir ist die Frau weggelaufen.
Du wolltest Kinder und
Du fühlst Dich alt.

So korrekt?

Okay. Also. Trennungen sind immer @#€_&( andererseits weißt Du selbst - krampfhaft zusammen bleiben ist ja auch nix.
Du willst ein "normales spießiges Leben" mit Frau und Kind(ern) und Häuschen im grünen.
Jetzt ist 45 zwar nicht gerade blutjung um eine Familie zu gründen, andererseits kenne ich mehrere Frauen die mit Ü40 ihr erstes und z.T.  danach noch ein zweites Kind bekommen haben, von daher finde ich das ein Alter, wo ich keinem Mann (!) erzählen würde dass das nichts mehr wird.
Ganz ehrlich? Die Single Börsen sind voll von Frauen mit tickender biologischer Uhr und Kinderwunsch die davon träumen, dass ein Mann kommt, der sich sicher ist Kinder zu wollen und das bald.
Hinzu kommen Möglichkeiten wie zB die Aufnahme eines Pflegekindes.
Ich spreche ausdrücklich NICHT von der Adoption eines Babys, die Voraussetzungen dafür sind irre hoch, es ist der reinste Sklavenmarkt.
Ich spreche davon, dass in den Heimen Kinder verschimmeln, die keiner will, keiner liebt und um die sich keiner kümmert.
Hat eine Freundin von mir gemacht, deshalb weiß ich das.
Der kleine war drei, als er zu ihr kam, er hatte einen harten Start ins Leben gehabt, die Mutter trank und so.
Ich habe bei den beiden immer den Eindruck,dass die sich so ein "wenn die anderen uns alle nicht wollen, machen wir es uns halt hier gemütlich" Konzept fahren, was mir persönlich gut gefällt.

Auch noch möglich wäre "eine Familie zu heiraten" sprich gezielt eine Frau mit Kindern zu suchen, es gibt reichlich Single Frauen die "ach mit den Kindern krieg ich doch keinen mehr" glauben die Kinder seien ein Klotz am Bein, kein Bonus. 😉


usw.

Was will ich sagen?

Ich will sagen @pain, dass mir bekannt ist, dass das Leben kein Ponyhof ist. 😉 Es läuft nicht wie man sich das vorstellt.
Aber ich sehe offen gesagt bei deiner Lage verschiedene Optionen wie es weitergehen könnte (!!).

Warum denkst Du, dass es aussichtslos ist?

Liebe Grüße

Ponyhof

Hardworking Fool

Hallo Paint,

entschuldige, aber ich habe da eine kleine Verständnisfrage. Du schreibst, dass deine letzte Therapeutin bis vor ein paar Monaten aktiv war, gleichzeitig sagst du aber, dass du immer nur auf Wartelisten für eine Psychotherapie warst? Was war denn das dann für eine Therapie?

Das Problem mit den Medis kenne ich, die Nebenwirkungen sind manchmal gefühlt schlimmer als die Depression die sie behandlen sollen, aber es kann sich trotzdem lohnen einem neuen Psychiater eine Chance zu geben - am besten eine Liste aller bisherigen Medikanmente und der damit verbundenen Nebenwirkungen mitnehmen.
Ich verstehe, dass du es nicht mehr versuchen möchtest, allerdings kann ich von mir sagen, dass es damals geklappt hat. Der "Neue" versuchte bei mir ein ganz anderes Medikament und damit geht es mir wirklich sehr gut.

Was mir sonst noch einfällt wäre eine Tagesklinik - damit habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht. Die haben mich zwar nicht heilen können, aber ich habe sehr viel daraus mitnehmen können - und eventuell ein Heilpraktiker für Psychotherapie (wenn du wirklich partout keinen zugelassenen Therapeuten findest). Müsstest du zwar selber zahlen, aber du sagst ja von dir, dass dir materielle Dinge eh nicht so viel bedeuten.

Noch eine Anmerkung zu Wartelisten - ich glaube, dass man in der heutigen Situation lange darauf warten kann bis man da angerufen wird. Wir wissen doch alle was "Don't call us, we'll call you" am Ende von Bewerbungsgesprächen bedeutet. 

Noch eine letzte Frage. Machst du eigentlich Sport? Laut Experten ist Bewegung eine der drei Säulen bei der Behandlung von Depressionen, neben Medikamenten und Psychotherapie.

Ich wünsche dir wirklich sehr, dass du einen Weg findest doch irgendwie gut weiterleben
kannst trotz Depression.

Alles Gute!
Fool

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